Mittwoch, 27. Mai 2015

Ein Leben in Angst - Angstörung

Wie ich auf der " That´s me " Seite schon erwähnt habe, leide ich an einer Angststörung. Diese äußert sich bei in einer ständigen Übelkeit, also mir ist 24 Stunden am Tag schlecht und das 7 Tage die Woche..... Seit fast 14 Jahren.... Ich sage immer, ich weiß nicht wie es sich anfühlt wenn einem nicht schlecht ist....

Angefangen hat alles vor 14 Jahren als ich aus der Disco kam. Wir fuhren morgens zu einem Freund und als ich mir dann eine Zigarette angesteckt habe gings plötzlich los. Erst dachte ich es wäre nur der Kreislauf, aber es wurde nicht besser. Auch am nächsten Tag ging es mir noch schlecht und dann war es weg. Gut, dachte ich, wohl zu viel gefeiert. Nach 4 Wochen dann das gleiche Spiel von vorne und diesmal ging es nicht mehr weg. Es folgten unzählige Arztbesuche und Untersuchungen, alles ohne Befund..... Dann war klar, zumindest für die Ärzte, es ist die Psyche. 2004 wurde es dann so schlimm, das ich freiwillig in eine psychosomatische Klinik ging. Dort wurde dann die Angststörung und noch weitere Diagnosen gestellt und ich wurde auf Antidepressiva eingestellt. Hat nur alles nicht wirklich was gebracht. Nach meinem Klinikaufenthalt begab ich mich mehrmals in ambulante Therapien wo am Ende immer nur rauskam, das einfach nichts zu finden ist. Und dann steht man da mit Übelkeit die nicht mehr weggeht, aber man hat nichts? Das zieht schon ziemlich runter.... Ich verlasse kaum das Haus, weshalb ich froh bin eine Terasse und einen kleinen Garten zu haben. Wer rennt schon gerne mit Übelkeit draussen rum? An Partys oder ähnlichem ist garnicht zu denken....

Jetzt wo der Sommer kommt ist es am schlimmsten, mein Mann fährt regelmäßig auf Oldtimertreffen und ich muss zu Hause sitzen weil ich mich mit dieser Übelkeit in kein Auto setze, zumindest keins was fährt. Das macht mich unendlich traurig, denn Autos waren schon immer eine Leidenschaft von mir. Mir bleibt nichts anderes, als mich mal kurz ins Auto zu setzen wenns auf dem Parkplatz steht und ein Foto zu machen. Mehr geht einfach nicht. Freitag war es wieder soweit, hier das besagte Foto:



Ich hoffe so sehr, das irgendwann mal eine Lösung für mein Problem gefunden wird,denn ich habe keine Lust den Rest eines Lebens zu Hause zu bleiben. Es ist sehr anstrengend, sich nicht anmerken zu lassen wie schlecht es einem geht. Warum ich es nicht zeige? Ich will meine Umgebung nicht damit belasten.... Weil es auch kaum einer versteht.... Ist unter Euch jemand der ähnliches erlebt hat? Schreibt mir gerne Eure Erfahrungen.


Zum Abschluß noch ein Foto von Sonntag, da ging es mir nicht mehr ganz so schlecht und ich konnte ein wenig die Sonne genießen.



In diesem Sinne wünsche ich Euch noch einen schönen Tag!

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